Wir gönnen uns noch einen weiteren Tag in Tallinn. Einkäufe, Boot vorbereiten, Revierinfos checken, Wäsche waschen - alles dauert doch ein wenig länger als zu hause und da wir uns ja nicht stressen wollen, sind wir noch einen weiteren Tag hier in der schönen Stadt. Wir erledigen unsere Einkäufe, denn für den Weg nach St. Petersburg werden wir vermutlich fast 48 Stunden benötigen und in der Zeit wollen wir ja nicht verhungern. Auch bekommen wir von Esten den Tipp Bier für die russischen Zöllner an Bord zu haben. Also bunkern wir auch noch ein paar Dosen mehr Bier und für uns auch noch ein paar Flaschen Wein. Des Weiteren hatten wir Susanne versprochen, unsere Seekarten, die wir bisher benutzt haben, ihr zur Verfügung zu stellen. Deswegen haben wir auf der Post alles gut verpackt und auf den Weg nach Deutschland gebracht. Wir hoffen, Susanne, es kommt an! Angeblich dauert es drei bis vier Werktage.....
Natürlich haben wir nicht nur geshoppt, sondern es ging auch noch mal in die Stadt. Hier ist jeden Tag etwas los und heute gab es das Rattenrennen. Ein witziges Event, bei denen Mitarbeiter hiesiger Firmen verkleidet durch die Altstadt laufen. Silja hatte dabei eher eine Vorliebe für die dort herumlaufenden Mäuse...Und zu unserem Lieblingscafe auf dem Weg zur Oberstadt ging es auch noch ein letztes Mal.
Dann hatten wir das Glück, dass Merike von dem Charterunternehmen sailing.ee die gute Fee des Hafens ist und uns bestens mit Informationen versorgt. Wir hatten beim Hafenmeister darum gebeten, dass wir morgen um 9 Uhr ausklarieren könnten. Der Hafenmeister forderte so gleich den Zoll an, der wenige Minuten später vor Fritsjen stand. Die beiden Beamtinnen wollten uns irgendwelche Stempel geben, doch wir hatten nur Fragezeichen im Gesicht. Sie dann auch, als sie erfuhren, dass wir aus Deutschland kommen und wir gar keinen Zoll benötigen... Tja, das war nicht die Grenzpolizei. Die kommt nun morgen um 9.10 Uhr - vielleicht - hoffentlich. Bei allem half Merike, die ausgezeichnet deutsch spricht. Auch konnten sie und Kaspar uns noch weitere Informationen zu Russland geben. Netterweise haben wir von ihnen noch weitere russische Seekarten geliehen bekommen. Toll! Wir hoffen, dass wir uns bei Merike einmal revanchieren können, wenn sie in Kiel ist.
Nach einem leckeren letzten Abendessen geht es für uns nun rechtzeitig ins Bett, denn die zwei nächsten Nächte werden mit Sicherheit nicht sehr schlafintensiv....
