Wir sind in St. Petersburg und einfach nur begeistert von dieser Stadt. Sie passt zu den Russen: nicht Kleckern, sondern Klotzen. Alles ist gigantisch, alles ist pompös, aber auch sehr gegensätzlich. Den ersten Tag verbringen wir mit einem netten, langen Spaziergang durch die Stadt. Erkunden die ersten Sehenswürdigkeiten und haben Glück - es ist der erste Donnerstag des Monats. Da ist in der Hermitage freier Eintritt. Wir erkunden die Peter und Paul Festung, bleiben dort am Strand ein wenig hängen, denn genau an diesem Wochenende macht die Worldtour im Matchrace in St. Petersburg halt. Abends geht es zurück in die Marina und es gibt Resteessen, denn leider will uns mal wieder kein Geldautomat mit ein paar Rubeln versorgen... irgendwie stehen die russischen Geldautomaten ausschließlich auf die Visa-Card - und die lag an Bord....
Am Freitag machen wir uns auf den Weg zum Alexander Newski Kloster und benutzen erstmalig die Metro. Anfänglich waren wir doch ein wenig verunsichert. Waren wir auf dem Weg in ein Bergwerk? Die U-Bahn verläuft aufgrund des sumpfigen Untergrundes hier sehr tief unter der Erde und entsprechend lang sind die Rolltreppen, die in die Tiefe führen. Danach gönnen wir uns eine kleine Pause, denn die Füße werden hier doch arg strapaziert. Man kann zwar vieles zu Fuß erkunden, aber die Distanzen sind nicht ganz ohne. Deswegen machen wir eine kleine Kanalfahrt. Hier in St. Petersburg - auch Venedig des Nordens genannt - gibt es unzählige Kanäle und entsprechend viele Brücken. Wir begeben uns an Bord des einzigen englischsprachigen Anbieters und lassen uns durch die Gegend schippern. Anschließend bestaunen wir den Sommergarten, der erst vor zwei Wochen nach mehrmonatigen Renovierungsarbeiten wiedereröffnet wurde. Auch hier kann man wieder nur sagen: Wahnsinn! Abends sind wir dann mit Doro und Frank verabredet. Erst gibt es ein leckeres Abendessen in einem leicht französisch angehauchten Restaurant und danach gehts es zum Fußball! Wir wollen natürlich das Spiel Russland gegen Tschechien in St. Petersburg in einer Kneipe sehen. Was für ein Fest! Wir feiern mit den Russen den 4:1 Sieg! Am Abend gönnen wir uns für den doch nicht ganz kurzen Weg aus der Stadt zum Hafen ein Taxi und sind wieder einmal begeistert! St. Petersburg bei Nacht. Wahnsinn! Und, wir kommen sogar noch über die Brücken! Denn hier werden gegen 1 Uhr nachts bis 4 Uhr morgens die Brücken hochgeklappt, damit der Schiffverkehr passieren kann. Und da wir auf der anderen Uferseite der Newa zu Hause sind als die Innenstadt, müssen wir dies stets berücksichtigen.
Samstag geht es für uns mit dem Sightseeing-Programm weiter. Nach einer kurzen Nacht brechen wir früh mit Conny und Uwe zum Peterhof auf. Aber davon berichten wir später.
